KVH lehnt Wiedereröffnung der psychiatrischen Ambulanz ab

Mit Schreiben vom 6. August hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen nunmehr auf die Petition der StaVo und unsere Unterschriftensammlung geantwortet und die Wiedereröffnung der psychiatrischen Ambulanz -abgelehnt - !

Wir erinnern uns. Zum Jahreswechsel 2011/2012 erfahren 500 geschockte Patienten und die bestürzte Öffentlichkeit, dass die KVH die Schließung der Ambulanz auf dem Gelände der Orthopädischen Klinik verfügt hat.
Man bezieht sich auf ein Urteil des Landessozialgerichtes Düsseldorf wonach eine organisatorische und räumliche Anbindung zu einer Tagesklinik.

Das o.g. Urteil nennt 29 km bis zur Tagesklinik zu weit. Die KVH bezeichnet, sich darauf beziehend, die Entfernung zur Klinik in Witzenhausen mit 23 km als „räumlich unzureichend“.
Ein Sturm der Entrüstung bricht in Hessisch Lichtenau und der näheren Umgebung los.

Landrat und Bürgermeister schreiben an den Bundesminister für Gesundheit und die KVH.
Die Stadtverordnetenversammlung schickt eine Resolution an die KVH und die Lichtenauer SPD legt eine Unterschriftenliste für den Erhalt psychiatrischen Ambulanz auf.

 


Innerhalb weniger Wochen können über 2000 Unterschriften gesammelt werden. Bei einem medizinischen Kongress in Bad-Sooden-Allendorf übergab der 1.Vorsitzende des SPD-Ortsvereines, Heinz E. Vogt, den Ordner mitsamt Unterschriften an ein Vorstandsmitglied der KVH.

Mit der nunmehrigen Erklärung wird unter Hinweis auf unzählige Paragrafen die Schließung vorerst zementiert.
Ein weiterer Rückbau der ärztlichen Versorgung auf dem Lande, ein weiterer Rückzug aus der Fläche.

Es bleibt noch zu prüfen, ob nach Anpassung der ab 2013 gültigen Bedarfsplanungsrichtlinie eine neue Chance für Lichtenau und Umgebung möglich ist.

 

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